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04.10.2012

Valora Retail verzichtet auf Paperback-Liste und kündigt hauseigene Top 20 an

Hamburg, 4. Oktober 2012 – Valora Retail verzichtet auf die umstrittene Paperback-Liste, die seit 1. Oktober das bekannte Ranking der SPIEGEL-Bestseller ergänzt. „Durch diese dritte Liste entsteht ein Ranking-Dschungel, der eher für Verwirrung als Orientierung sorgt“, begründet Geschäftsführer Mathias Gehle diesen Schritt. Valora Retail zählt als Marktführer im Bahnhofsbuchhandel zu den zehn umsatzstärksten Buchhändlern Deutschlands.

„Die Unterschiede zwischen Taschenbuch und Paperback sind dem Leser kaum zu vermitteln. Sie interessieren unsere Kunden auch nicht, die auf der schnellen Suche nach treffenden Empfehlungen sind“, kritisiert Anja Zimmermann, Leiterin Category Management und Einkauf Buch. „Mit Einführung der eigenen Liste für Klappbroschuren wird das Ranking aufgebläht und verwässert – bei jährlich 80.000 Neuerscheinungen ist das nicht im Sinne der Verbraucher.“

Statt der bisher insgesamt 80 Hardcover- und Taschenbuch-Bestseller in den Bereichen Belletristik und Sachbuch gibt es mit der neuen Paperback-Liste nun insgesamt 120 SPIEGEL-Bestseller. Beliebte Titel wie die Trilogie „Shades of Grey“ verschwinden von den bekannten Listen und tauchen auf der dritten Liste wieder auf, dafür rücken unbekanntere Titel bei Hardcover und Taschenbuch nach. „Die Relevanz der Listen sinkt, da der Kunde nicht zwischen Paperback und Taschenbuch unterscheidet“, so Gehle.

Weiterer Kritikpunkt: „Drei gleichwertige SPIEGEL-Bestsellerlisten mit insgesamt 120 Titeln übersteigen bei Weitem die Kapazitäten kleinerer Ladenflächen.“ Bei Valora Retail wird daher zurzeit über eine Top-20-Empfehlungsliste nachgedacht, die ein Best-of aus Belletristik und Sachbuch erfasst und das bekannte SPIEGEL-Ranking ablösen soll. Schon jetzt arbeitet Valora Retail in seinen P&B und k presse + buch Filialen sehr erfolgreich mit einer hauseigenen Top-10-Liste im Taschenbuch-Bereich.

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